Wie validiere ich meine Startup-Idee?
Als frisch gebackener Startup-Gründer bist du dazu verleitet, sofort loslegen zu wollen. Deine Vision soll so schnell wie möglich Wirklichkeit werden. Doch wie wir in jedem unserer Blog-Artikel erwähnen: Ohne deine Idee zu validieren, bist du zum Scheitern verurteilt.
Ein kosteneffektiver MVP ist ein guter Start, aber noch besser ist es, bereits vor dem MVP sicherzustellen, dass echtes Interesse an deinem Produkt besteht. Doch wie funktioniert das genau? Genau darum geht es in diesem Artikel.
Wie validiere ich meine Idee?
Bevor du mit der Validierung beginnst, musst du wissen, was genau deine Idee überhaupt ist:
- Wer ist deine Zielgruppe?
- Welches Problem löst du für sie?
- Welchen Mehrwert hat deine Zielgruppe von der Lösung?
Mit der Beantwortung dieser Fragen schaffst du dir eine gute Basis, Gespräche mit deiner Zielgruppe zu führen und mehr über ihr Problem zu lernen. Als Leitfaden hierfür eignet sich unser auf Seed-Stage-Startups zugeschnittenes Lean Business Canvas.
Sobald du deine Idee klar formuliert hast, kannst du mit dem eigentlichen Kern der Validierung loslegen: User-Interviews.
Wie führe ich User-Interviews mit meiner Zielgruppe?
Ideen zu validieren heißt, mit Kunden zu reden und herauszufinden, ob deine Idee für sie relevant ist. Ohne Kunden wird es dein Unternehmen nicht lange geben. Daher ist es verdammt wichtig, dass du deine Kunden von A bis Z kennenlernst.
Der effektivste Weg hierfür sind User-Interviews (Nutzerinterviews): gezielte Gespräche mit Vertretern deiner Zielgruppe, in denen du herausfindest, ob dein Produkt für sie nützlich ist - am besten so nützlich, dass sie dafür Geld in die Hand nehmen würden. Doch wie genau funktioniert das?
1. Finde deine Gesprächspartner
Schritt 1 ist, überhaupt mal Angehörige deiner Zielgruppe zu finden - hier hilft deine genaue Zielgruppendefinition aus dem vorigen Schritt. Versetze dich in die Lage deiner Zielgruppe - wo ist sie am ehesten anzutreffen? Hier sind ein paar Impulse, wie man schnell an Gesprächspartner kommt:
- Freunde, Verwandte, Kollegen: Jeder kennt jemanden, der da jemanden kennt. Unterhalte dich mit Menschen, die du täglich antriffst, über deine Idee, und frage aktiv: Kennst du jemanden, der zu meiner Zielgruppe passen würde? Beispiel: Du hast eine Produktidee für Handwerker - frage deine Freunde/Kollegen/Verwandte: Kennst du Handwerker, die für ein Gespräch offen wären?
- Events und Meetup-Gruppen: Vor allem in Großstädten eine effektive Option, schnell mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen, die zu deiner Zielgruppe passen könnten. Beispiel: Du hast eine Produktidee für Designer - diese findest du in Designer-Meetup-Gruppen.
- Online-Netzwerke: Wenn die beiden vorigen Optionen nicht infrage kommen, kannst du immer noch online nach Angehörigen deiner Zielgruppe suchen. Bestimmt findest du in sozialen Netzwerken facheinschlägige Gruppen, die sich für deine Idee interessieren. Beispiel: Du hast eine Produktidee für Web-Entwickler - diese findest du in entsprechenden LinkedIn-Communitys, Facebook-Gruppen oder Discord-Servern.
Was die Anzahl von Gesprächspartnern angeht, gilt natürlich: je mehr, desto besser. Wir empfehlen dir, mindestens 5 und idealerweise 10 Gespräche zu führen, damit du ein aussagekräftiges Urteil über deine Idee treffen kannst.
2. Führe 5-10 User-Interviews
Es ist so weit: Du hast einen Kalender voll mit Interview-Terminen, und der erste steht vor der Tür. Um das Beste aus deinem Gespräch herauszuholen, gibt es ein paar Leitlinien, die dir helfen, eine ehrliche und aussagekräftige Meinung aus deinem Gesprächspartner herauszukitzeln.
💡 Ein sehr guter Leitfaden für das Führen von User Interviews ist das Buch “Der Mom Test” von Rob Fitzpatrick.
Die Kernfrage, die dich als Startup-Gründer interessiert, ist:
Würdest du dieses Produkt kaufen?
Denn nur ein Produkt, das sich verkauft, ist ein Produkt, das dich zum Erfolg führt.
Allerdings ist es keine gute Idee, diese Frage so direkt zu stellen - vor allem nicht, wenn du deinen Gesprächspartner persönlich kennst. Menschen neigen dazu, keine Gefühle verletzen zu wollen. Daher werden die Antworten auf diese Frage meist deutlich positiver ausfallen, als die Anzahl an Personen, die tatsächlich kaufen würden.
Besser, du schreibst dir 3 Hauptfragen auf, die dir helfen, herauszufinden:
- Hat dein Gesprächspartner das Problem, das du lösen möchtest?
- Wie schmerzhaft ist dieses Problem für sie/ihn?
- Hat sie/er bereits auf anderen Wegen versucht, dieses Problem zu lösen?
Stelle Folgefragen, um mehr Details über seine spezifische Situation zu erfahren.
💡 Behalte deine konkrete Idee für dich - zumindest bis zum Ende des Interviews.
Ein User-Interview ist kein Verkaufsgespräch. Dein Ziel ist nicht, dein Gegenüber von deiner Idee zu überzeugen, sondern herauszufinden, ob deine darüberliegende Hypothese stimmt, dass du damit Geld verdienen kannst.
Wenn dein Gesprächspartner das Problem hat, es sehr schmerzhaft ist, und er bereits erfolglos versucht hat, es zu lösen, dann sind das gute Anzeichen, dass deine Idee Potenzial zeigt. Für diesen Fall eignen sich Folgefragen wie:
- Wie viel wärst du bereit, (pro Monat/Woche/Stück/…) zu zahlen, damit dieses Problem verschwindet?
Ist das Problem wertvoll genug, dass der Kunde bereit ist, für die Lösung zu zahlen? Außerdem hilfreich für die Gestaltung deines Preismodells. - Kennst du weitere Personen, die dieses Problem haben könnten? Kannst du mir weitere Interviewpartner vermitteln?
Wenn dein Gesprächspartner bereit ist, dich weiterzuvermitteln, kann das ein Signal sein, dass er/sie an deiner Lösung Interesse zeigt. - Wenn ich eine Lösung für dieses Problem schaffe, wärst du interessiert daran, Pilotkunde zu sein?
Wenn deine Idee Potenzial zeigt, kannst du dich bei dieser Person melden und hast bereits den ersten möglichen Kunden für dein Produkt.
Das Custom GPT “The Mom Test User Research Assistant” kann dir helfen, einen Interviewleitfaden zu erstellen.
Fazit
Nachdem du 5-10 Interviews gehalten hast, kannst du nun gut abschätzen, ob deine Idee am Markt Potenzial hat - und das, ohne einen Euro investiert zu haben! Wirklich validiert ist deine Idee aber erst, wenn du Kunden hast, die für dein Produkt zahlen. Daher ist der nächste Schritt die Erstellung eines MVP, mit dem du schnell an echtes Marktfeedback kommst.
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