Was ist ein MVP?

MVP

Jeder kennt die Statistik - 90 % der Startups scheitern - jedes fünfte schon im ersten Jahr nach Gründung. Was haben die meisten davon gemeinsam? Sie bekommen keine Kunden: Sie haben ein Produkt, das keiner braucht.

Der größte Fehler? Sie haben keinen MVP gebaut. Statt ihre Idee frühzeitig zu testen und sich am Marktfeedback zu orientieren, haben sie zu lange an einem Produkt gearbeitet, das niemand wirklich brauchte.

In diesem Artikel zeigen wir dir, was ein MVP genau ist, warum es so wichtig ist und wie du ein MVP für dein eigenes Startup entwickeln kannst, um Kosten zu minimieren und Risiken zu vermeiden.

Definition: Was ist ein MVP?

Das Minimum Viable Product (MVP) ist eine erste Version deines Produkts, die mit minimalem Aufwand die Kernfunktionen enthält und es dir ermöglicht, echtes Feedback von Nutzern zu erhalten. Der Schlüssel liegt darin, schnell zu testen, ob deine Geschäftsidee überhaupt auf echtes Interesse stößt, bevor du in die vollständige Entwicklung investierst.

Ein MVP hilft dir, folgende Fragen zu beantworten:

✔️ Gibt es überhaupt Bedarf für meine Lösung?

✔️ Sind Nutzer bereit, dafür zu bezahlen?

✔️ Welche Funktionen sind wirklich relevant?

Ursprung des Begriffs

Der Begriff MVP stammt aus dem Buch “The Lean Startup” von Eric Ries. Vor der Einführung des MVPs lag der Fokus darauf, „perfekte“ Produkte zu entwickeln, die alle Bedürfnisse der Zielgruppe abdeckten. Dieser Prozess war oft langwierig, teuer und führte nicht immer zum Erfolg. Der MVP-Ansatz konzentriert sich auf das Wesentliche:

Schnelles Testen und Verifizieren von Hypothesen.

Ziel der MVP-Entwicklung

Im Kern jeder Produktidee steckt eine Hypothese. Ein einfaches Beispiel könnte lauten:

„Software X kann Problem Y der Zielgruppe Z lösen.“

Im traditionellen Entwicklungsprozess würde dies zu umfangreichen Anforderungsdokumenten und der Entwicklung eines Produkts führen, das alle Features umfasst, die man sich vorstellen kann. Das Problem dabei:

Du weißt noch gar nicht, ob die Hypothese überhaupt stimmt.

💡 Hat die Zielgruppe überhaupt ein Problem?

💡 Ist die Zielgruppe auch bereit dafür zu zahlen, dass deine Software das Problem löst?

Das Ziel des MVP-Ansatzes ist es, diese Hypothese mit minimalem Aufwand zu testen. Statt aufwendig alle Features in das Produkt einzubauen, geht es darum, mit der einfachsten Version des Produkts herauszufinden, ob es das tatsächliche Problem der Zielgruppe löst.

Der Build-Measure-Learn-Prozess bildet die Grundlage zur Umsetzung eines MVPs. Er ermöglicht es dir, schnell zu lernen, indem du ein minimales Produkt entwickelst, es mit echten Nutzern testest und das Feedback nutzt, um Verbesserungen vorzunehmen. Dieser Zyklus wiederholt sich, um das Produkt kontinuierlich zu optimieren und sicherzustellen, dass es den tatsächlich den Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht.

Vorteile eines MVPs

Frühes Kundenfeedback: Ein MVP ermöglicht es dir, Feedback von echten Nutzern zu erhalten, ohne dass du Monate in die Entwicklung eines voll funktionsfähigen Produkts investieren musst.

Kostenersparnis: Da du nur die Kernfunktionen entwickelst, kannst du mit einem MVP erheblich Zeit und Geld sparen und dich auf das Wesentliche konzentrieren. Bedenke, du weißt noch gar nicht welche Features deine Zielgruppe wirklich will.

Marktvalidierung: Ein MVP gibt dir schnell Klarheit darüber, ob deine Produktidee bei der Zielgruppe ankommt oder ob du dein Konzept noch anpassen musst.

Schnellere Markteinführung: Dein Produkt kommt schneller zu ersten Kunden, statt Monate oder Jahre in der Entwicklung zu verschwinden.

Risikominimierung: Du vermeidest, an deiner Zielgruppe vorbeizuentwickeln, und kannst dein Konzept frühzeitig anpassen.

Bessere Investorenchancen: Ein MVP mit echten Nutzern überzeugt Investoren mehr als nur eine Idee auf dem Papier.

Umfang eines MVPs

Der Umfang eines MVPs sollte so gering wie möglich und so umfangreich wie nötig sein. Es geht einzig und allein darum, die Kernfunktionalität zu identifizieren, die deinen Kunden den größten Nutzen bietet, und alles andere zu vermeiden. Stelle dir bei jeder Funktion deines MVPs die Frage:

Brauche ich dieses Feature wirklich, um potenziellen Kunden zu zeigen, dass mein Produkt einen echten Mehrwert bietet?

Wenn du diese Frage mit „Nein“ beantworten kannst, dann hat dieses Feature nichts in deinem MVP verloren. Denke daran, du weißt bis jetzt noch nicht, ob deine Produkt-Hypothese stimmt, also konzentriere dich nur auf das Wesentliche.

💡 Ein gutes MVP…

  • löst ein konkretes Problem für eine definierte Zielgruppe.
  • ist funktional genug, um echten Mehrwert zu bieten.
  • kann mit einfachen Mitteln umgesetzt werden (z. B. No-Code-Tools oder manuelle Prozesse).
  • sammelt aktiv Nutzerfeedback zur Weiterentwicklung.

Ein MVP ist kein…

  • halbfertiges oder fehlerhaftes Produkt.
  • Prototyp oder interne Demo ohne reale Nutzer.
  • Feature-Monster mit allem, was möglich ist.

Warum solltest du ein MVP bauen?

Ein MVP hilft dir, frühzeitig zu erkennen, ob deine Idee Potenzial hat – bevor du monatelang entwickelst und viel Geld investierst. Im schlimmsten Fall hast du viel Zeit und Energie in ein Produkt gesteckt, das am Ende keiner braucht. Ein Fehler, der bereits vielen Startups das Überleben gekostet hat. Aber wie genau hilft dir ein MVP dabei?

Reduzierung von Entwicklungsrisiken

Finde schnell heraus, ob deine Idee den tatsächlichen Bedarf der Zielgruppe deckt. Die meisten Produktideen basieren auf Annahmen, die noch nicht bestätigt sind. Mit einem MVP erkennst du, ob sie stimmt oder nicht. Du kannst frühzeitig aus Kundenfeedback lernen und reduzierst das Risiko, dass du am Ende des Tages ein Produkt hast, das niemand braucht.

Baue ein Produkt, das Kunden wollen

Anstatt zu versuchen, das „perfekte“ Produkt von Anfang an zu entwickeln, setzt der MVP-Ansatz auf ständige Verbesserungen. Du entwickelst dein Produkt iterativ und baust es basierend auch echten Nutzererfahrungen Schritt für Schritt weiter aus. Wer, wenn nicht deine Zielgruppe kann dir sagen, welche Funktionen für sie relevant sind?

Reduziere das investierte Kapital

Da du mit einem MVP nur minimale Ressourcen benötigst, um deine Idee zu testen, kannst du dein zu Beginn investiertes Kapital so gering wie möglich halten. Gerade für nicht-technische Gründer mit begrenztem Budget ist es entscheidend, Kapital effizient einzusetzen. Du investierst nur dann mehr in die Entwicklung von Funktionen, wenn du weißt, dass es eine tatsächliche Nachfrage gibt.

Erste Schritte zur Umsetzung deines MVPs

Beim MVP geht es nicht darum, ein halbfertiges Produkt zu bauen. Es geht darum, mit minimalem Aufwand echten Mehrwert zu schaffen und dadurch die wichtigste Hypothese deines Geschäftsmodells zu bestätigen. Doch wie gehst du konkret vor? Hier sind die drei wichtigsten Schritte:

Kenne deine Zielgruppe und ihre Probleme

Bevor du mit der Produktentwicklung beginnst, musst du deine Zielgruppe verstehen. Sie sind es, die ein Problem haben und deine Software hat die Lösung. Viele Gründer starten mit ihrer Idee im Lösungsraum, ohne sich über die konkreten Probleme ihrer Zielgruppe Gedanken zu machen. Gehe einen Schritt zurück und lerne deine Zielgruppe kennen:

❗️ Wer ist meine Zielgruppe?

❗️ Welche Probleme haben sie?

Identifiziere zuerst Probleme und suche dann nach Lösungen.

Definiere deine Core Value Proposition (CVP)

Ein MVP ist nicht die abgespeckte Version eines Endprodukts, sondern die einfachste Version deiner Lösung, die echten Mehrwert bietet. Das bedeutet:

  • Was ist das eine wichtigste Feature, das dein MVP haben muss?
  • Was kannst du weglassen, ohne dass der Nutzen verloren geht?
  • Wie kannst du es mit minimalen Mitteln umsetzen?

Ein MVP ist nicht das kleinste denkbare Produkt, sondern das kleinste nützliche Produkt. Es geht darum, mit so wenig Aufwand wie möglich echten Mehrwert zu liefern. Lass dich also nicht von zu vielen Funktionen ablenken.

Kannst du dein Produkt in einem einzigen Satz beschreiben? Wenn nicht, ist deine Core Value Proposition noch zu unklar.

Baue dein MVP & hole dir Nutzerfeedback

Der wichtigste Zweck eines MVPs ist es, sofort von echten Nutzern zu lernen. Du willst kein perfektes Produkt bauen, sondern so schnell wie möglich Daten aus der Realität sammeln.

Wie setzt du dein MVP um?

Nutze No-Code-Tools (z. B. Webflow, Bubble, Zapier) oder bestehende Plattformen (Shopify, WordPress)

Nimm dir eine MVP-Agentur zur Hilfe, die sich auf die schnelle und kostengünstige Umsetzung deiner Idee fokussiert.

Teste deine Hypothese mit echten Nutzern, nicht mit Freunden oder Kollegen.

Nachdem du dein MVP umgesetzt und veröffentlicht hast, ist es entscheidend, möglichst viel Feedback zu sammeln. Aber wie kommst du zu ehrlichem Nutzerfeedback?

  • Beobachte tatsächliches Verhalten statt nur Umfragen zu machen.
  • Frage dich stets: Wie kannst du deine Lösung für den Kunden noch wertvoller machen?
  • Achte auf Zahlbereitschaft! Wenn niemand für dein MVP zahlen will, hast du vielleicht das falsche Problem (oder die falsche Zielgruppe) gewählt.

Ein MVP allein kann dir nicht zum Erfolg verhelfen

Ein MVP zu entwickeln ist der erste Schritt in die richtige Richtung, aber es kann sein volles Potenzial nur entfalten, wenn du es zulässt. Denke daran: Das Ziel eines MVPs ist es, eine Idee zu validieren und Mehrwert zu schaffen – nicht, ein perfektes Produkt zu sein.

Verliebe dich nicht in deine Idee

Auch wenn du von deiner Idee überzeugt bist, musst du beim MVP objektiv bleiben. Wenn das Kundenfeedback zeigt, dass deine Idee nicht den gewünschten Bedarf deckt, solltest du dies anerkennen und die notwendigen Anpassungen vornehmen. Es geht darum, schnell zu lernen und flexibel zu reagieren, anstatt an einer nicht funktionierenden Idee festzuhalten.

Denke an deine Zielgruppe

Die Zielgruppe wird bei der Produktentwicklung häufig übersehen, obwohl ihr Feedback von entscheidender Bedeutung ist. In vielen Fällen bist du selbst nicht die Zielgruppe deiner Software. Stelle Annahmen auf, aber lass sie dir von der Zielgruppe bestätigen, höre auf ihre Bedürfnisse und entwickle dein Produkt kontinuierlich basierend auf ihrem Feedback weiter.

Ein gescheitertes MVP ist kein Misserfolg

Das MVP ist tot, lang lebe das MVP! Auch wenn ein MVP nicht den erhofften Erfolg bringt, ist es kein Fehlschlag. Es liefert wertvolle Erkenntnisse und hilft dir, die richtigen Anpassungen vorzunehmen, um das Produkt weiterzuentwickeln und erfolgreich zu machen.

Fazit: Warum dein MVP der Schlüssel zum Erfolg ist

Ein MVP ist kein unfertiges Produkt, sondern eine strategische Methode, um mit minimalem Aufwand maximale Erkenntnisse zu gewinnen. Es hilft dir, echte Kundenbedürfnisse zu verstehen, Risiken zu minimieren und dein Produkt iterativ zu optimieren – ohne Zeit und Geld zu verschwenden.

Die erfolgreichsten Startups haben nicht mit komplexen, überladenen Produkten begonnen – sie haben mit einfachen, aber hochwertigen Lösungen gestartet, getestet und basierend auf Kundenfeedback weiterentwickelt.

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